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Robal

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06.07.2018, 16:33

[Der Ursprung] Tiefe Wunden, Sühne und das Glück der Lamenters

Aus dem Event ist zwar leider nichts geworden, aber die Story fand ich jetzt doch zu schade um sie nicht reinzustellen..

Weil ich mich nicht mehr an Vorgaben halten muss habe ich hier auch die ungekürzte Fassung noch mit rein genommen, welche nochmal merklich länger ist als die fürs Event gekürzte.



Spoiler: gekürzte Fassung für Event
Ein wahrer Sturm brach über Wachteam Dedalus herein. Grelle Energieblitze sprangen über die Gebäudetrümmer hinweg und versenkten die Rüstungen der dahinter in Deckung gegangenen Astartes. Grüne Strahlen lösten den Stein in seine Bestandteile auf.

Die Antwort der Deathwatch war so koordiniert wie zerstörerisch. In perfekter Abstimmung kamen die Wachbrüder aus ihrer Deckung hervor, feuerten einige präzise Schüsse ab und verschwanden wieder ehe die Necrons ihr Feuer wirksam erwidern konnten. Sobald ein Wachbruder seinen Beschuss unterbrach ersetzte ihn ein anderer. Der Vorstoß der Necrons kam zum Stillstand als die Ersten zu schwer beschädigt worden waren um sich erneut zu erheben und in einem Lichtblitz verschwanden.

Zarachel bildete die äußere linke Flanke. Der Lamenters Veteran nutzte die erhöhte Position einer Ruine um Prioritätsziele auszumachen und mit Vergelter-Munition einzudecken. Zarachel zielte sorgfältig auf eine verwundbare Stelle.
Der Immortals sackte in sich zusammen. Doch der Strahl seines Gaussblasters wurde nicht sofort unterbrochen. Im hohen Bogen wanderte er direkt in die Ruine in welcher Zarachel in Deckung gegangen war. Eine Staubwolke und herabstürzende Trümmer nahmen Zarachel für einige Momente die Sicht ehe der grellgrüne Strahl erstarb.



Dass er das Bewusstsein verloren hatte erkannte Zarachel erst in dem Moment seines Erwachens. Für einen Augenblick war er verwirrt, wusste weder wo er sich befand noch was geschehen war.

Durch die Mauern der Ruine gedämpft drangen Kampfgeräusche dumpf bis zu dem verwundeten Astartes. Zarachel wurde bewusst, dass die Anzeigen seines Helms tot waren. Die Stimme des Maschinengeist seiner Rüstung war nichts als Rauschen. Seine eigenen Sinne zeigten im nur zu deutlich welchen Schaden die Necronwaffen und der Sturz in das Untergeschoss der Ruine hinterlassen hatten. Das einzige Licht das zu ihm drang kam durch die fehlende Decke. In der Dunkelheit des Raumes und von seiner Kopfverletzung beeinträchtigt benötigte Zarachel trotz seiner verbesserten Sinne einige Momente sich zurecht zu finden. Beim Sturz hatte er seinen Bolter verloren. Er lag außer Reichweite zwischen den Trümmern der Ruine. Der Untergrund war mehr als unsicherer. Die Trümmer konnten Fallen, Hohlräume oder Feinde verbergen. Eine mehr als unglückliche Lage.

Zarachel war sich nicht sicher ob er erneut das Bewusstsein verloren hatte oder in der Monotonie der Dunkelheit und des dumpfen Wummerns des unablässig anhaltenden Kampfes seine Wachsamkeit abgestumpft war. Er bemerkte die dunkle Gestalt erst als sie bereits vor ihm stand. Für einen Augenblick erwartete er einen tödlichen grünen Strahl, welcher seine Pflicht beendete ehe er auf seinen Feind hätte feuern, seinen eigenen Tod hätte rächen können.

Doch kein grünes Licht erhellte die Dunkelheit.

Zarachel spürte Schwindel und eine Übelkeit. Anzeichen für eine Gehirnerschütterung. Und ein Grund warum er weder das Nahen noch die Identität der Gestalt vor ihm nicht sogleich erkannt hatte. Der Astartes trug eine schwarze Servorüstung welche zum größten Teil von einem Umhang verhüllt wurde. Was von der Rüstung zu erkennen war verriet ihr Alter. Eine Reliquie aus einer Zeit noch vor der Gründung seines eigenen Ordens. Wertvoller noch als was ihm von seiner Wachturm anvertraut hatte. Die unter dem Umhang hervorschauende Klinge eines meisterhaft gearbeiteten Energieschwertes bestätigte den Wert der Ausrüstung. Dies musste ein Wachbruder aus einem anderen Wachteam sein.

„Eine interessante Lage in welcher wir aufeinandertreffen, Bruder Astartes.“

Die Stimme des fremden Astartes klang rau, getränkt von der Bitterkeit eines Veteranen welcher mehr seiner Brüder hatte sterben sehen als es ein treuer Diener des Imperators durchleben sollte. Er streckte Zarachel seine Rechte entgegen und half ihm sich gegen ein Mauerstück zu lehnen. Seine Waffe nie aus der Hand legend stützte der verhüllte Astartes den Lamenters, welcher trotz der Injektionen seiner Rüstung sichtlich unter den Folgen seiner Verletzungen litt.

Zarachels Blick fiel auf die rechte Schulterpanzerung des fremden Astartes. Schwarz, ohne jede Insignie. Ein Black Shield. Ein Bruder Astartes aus einem entehrten Ordens welcher Sühne im Dienste der Deathwatch suchte. So wie einst sein eigener Orden, ehe sie ihre Ehre wiederherstellten im Kampf gegen die Bedrohung der Tyraniden.
Die Kapuze des Umhangs verrutschte und enthüllte mehr vom Helm seines Trägers. Zarachel erkannte die Ikonographie eines geflügelten Schwerts, das Symbol der Dark Angels. Diesmal behielt er seine Beobachtung jedoch für sich und respektierte das Recht seines Gegenübers über seine Herkunft zu schweigen. Auch wenn es ihn wunderte, dass ein Mitglied eines so ehrenvollen Ordens als Black Shield dienen würde. War es ein Nachfolgeorden der in Ungnade gefallen war? Oder eine persönliche Büße?

„Ich bin mir sicher, dass, wie auch immer der Grund für euren Müßiggang auch aussehen mag, ihr eure Ehre wiedererlagen werdet. Ich erkenne die Tugendhaftigkeit in Euch so wie ich sie in den Brüdern meines eigenen Ordens sah, welcher sich im Kreuzzug des Sühne selbst von der Verderbnis des Erzverräters rein wusch.“

Der Dark Angel sah den Lamenters in dessen von einer erneuten Welle von Scherz und Übelkeit verzerrtes Gesicht. Nach einem kurzen Zögern griff er unter seinen Umhang und reichte dem verwundeten Deathwatch Veteranen etwas.

„Ich danke euch für eure Worte. Nehmt dies als Zeichen meiner Dankbarkeit. Dies enthält die Informationen welche ihr gekommen seid zu holen.“

Zacharel nahm sprachlos die Datentafel entgegen. Ehe er etwas erwidern konnte hatte sich der geheimnisvolle Astartes bereits von ihm abgewandt.

„Ich muss euch nun verlassen. Eure Brüder werden bald hier sein. Lebt wohl.“

Damit war er verschwunden.



Bald darauf war Zarachel mit seinen Wachbrüdern wiedervereint. Seinem Positionssignal folgend hatten sie ihn lokalisieren können. Mit der Verstärkung des zweiten Wachteams waren die Necrons zurückgeschlagen worden. Nach einer ersten Versorgung durch einen Apotecarius wurde Zarachel nun mit einem Corvus Blackstar zusammen mit anderen Wachbrüdern und der Datentafel aus der Wachstation abtransportiert. Seine Geschichte wie er an die Datentafel gelangt war löste allerdings mehr als nur Überraschung bei den restlichen Deathwatch aus.
„Ich sage euch, es muss einer eurer Wachbrüder gewesen sein. Ein Black Shield. In einer reliquialen Rüstung mit Ikonographie nicht ungleich eurer, Dark Angel Wachbruder.“
Der Dark Angel, ein Astartes des kürzlich eingetroffenen Wachteams, war bleicher als das Pergament seines Augenblickschwurs.
„Beim Geiste des Löwen.. Was ihr auf dieser Welt gesehen habt ist ein Geist, Wachbruder. Ein Geist aus düsterer Vergangenheit.“

„Das Glück eines Lamenters.“

Zarachel spürte Jonus Hand auf seiner Schulter, doch dieses Mal munterten ihn die Worte seines Freundes nicht auf.
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Spoiler: ungekürzt
Tiefe Wunden, Sühne und das Glück der Lamenters



Ein wahrer Sturm brach über Wachteam Dedalus herein. Grelle Energieblitze sprangen über die Gebäudetrümmer hinweg und versenkten die Rüstungen der dahinter in Deckung gegangenen Astartes. Grüne Strahlen lösten den Stein in seine Bestandteile auf.

Die Antwort der Deathwatch war so koordiniert wie zerstörerisch. In perfekter Abstimmung kamen die Wachbrüder aus ihrer Deckung hervor, feuerten einige präzise Schüsse ab und verschwanden wieder ehe die Necrons ihr Feuer wirksam erwidern konnten. Sobald ein Wachbruder seinen Beschuss unterbrach ersetzte ihn ein anderer. Der Vorstoß der Necrons kam zum Stillstand als die Ersten zu schwer beschädigt worden waren um sich erneut zu erheben und in einem Lichtblitz verschwanden.

Zarachel bildete die äußere linke Flanke. Der Lamenters Veteran nutzte die erhöhte Position einer Ruine um Prioritätsziele auszumachen und mit Vergelter-Munition einzudecken. Aus seiner Position nahm Zarachel einen Necrons ins Visier welcher sein Feuer auf die Deckung von Wachbruder Balmond konzentrierte und sie, Salve für Salve, in seine atomaren Bestandteile zerlegte. Gewöhnliche Boltergeschosse hatten gegen den Necron Immortal nicht mehr Wirkung als gegen eine Astartes Servorüstung. Zarachel zielte sorgfältig auf eine verwundbare Stelle. Die Vergeltungs-Munition durchdrang die Panzerung am Hals des Necrons. Die Detonation des Geschosses sprengte den Kopf vom restlichen Körper.
Der Immortals sackte in sich zusammen. Doch der Strahl seines Gaussblasters wurde nicht sofort unterbrochen. Im hohen Bogen wanderte er direkt in die Ruine in welcher Zarachel in Deckung gegangen war. Eine Staubwolke und herabstürzende Trümmer nahmen Zarachel für einige Momente die Sicht ehe der grellgrüne Strahl erstarb.

Dieser kurze Augenblick puren Zufalls sollte sich als schicksalhafter erweisen als Zarachel hätte bewusst sein können.

Während der geblendete Zarachel tiefer in Deckung gegangen war hatte sich im Schutz der Ruinen Necron Verstärkung genähert. Schlimmer noch, im Licht des Gaussstrahls war seine Position aufgedeckt worden. Bevor die Autosinne seiner Rüstung die sich legende Staubwolke durchdringen konnten, bevor ihn die Warnung von Wachsergeant Dedalus über Vox erreichte hatten die Necron Destroyer ihn bereits anvisiert und das Feuer eröffnet.

Die konzentrierten Strahlen einer Gausskanone lassen sich ebenso wenig von Trümmern wie von Servorüstungen aufhalten. Zarachel warf sich in Deckung als ihr Grün seine Position in tödliches Licht tauchte. Zu spät. Seine Servorüstung injizierte sofort einen Cocktail aus Schmerzmitteln und Stimulanzien um dem Schock entgegen zu wirken. Nicht genug. Ein faustgroßes Loch hatte sich in seine Brust gefressen. Ein Streifschuss an seinem Helm unterbrach das Rauschen des Vox, welches erfüllt war von den Rufen von Wachteam Dedalus und tauchte Zarachel in Dunkelheit.



Dass er das Bewusstsein verloren hatte erkannte Zarachel erst in dem Moment seines Erwachens. Für einen Augenblick war er verwirrt, wusste weder wo er sich befand noch was geschehen war.

Durch die Mauern der Ruine gedämpft drangen Kampfgeräusche dumpf bis zu dem verwundeten Astartes. Zarachel wurde bewusst, dass die Anzeigen seines Helms tot waren. Die Stimme des Maschinengeist seiner Rüstung war nichts als Rauschen. Seine eigenen Sinne zeigten im nur zu deutlich welchen Schaden die Necronwaffen und der Sturz in das Untergeschoss der Ruine hinterlassen hatten. Das einzige Licht das zu ihm drang kam durch die fehlende Decke. In der Dunkelheit des Raumes und von seiner Kopfverletzung beeinträchtigt benötigte Zarachel trotz seiner verbesserten Sinne einige Momente sich zurecht zu finden. Beim Sturz hatte er seinen Bolter verloren. Er lag außer Reichweite zwischen den Trümmern der Ruine. Der Untergrund war mehr als unsicherer. Die Trümmer konnten Fallen, Hohlräume oder Feinde verbergen. Eine mehr als unglückliche Lage.

Boltpistole in der Rechten positionierte er seinen zerschlagenen Körper so gut er konnte um bei einem feindlichen Angriff sein Leben möglichst teuer verkaufen zu können. Sein Kampfmesser in die Hand nehmend blieb ihm nichts weiter übrig als zu warten bis seine Brüder den Feind überwunden und ihn gefunden hatten. Der Glaube war alles was seine Wachsamkeit aufrechterhielt.

Zarachel war sich nicht sicher ob er erneut das Bewusstsein verloren hatte oder in der Monotonie der Dunkelheit und des dumpfen Wummerns des unablässig anhaltenden Kampfes seine Wachsamkeit abgestumpft war. Er bemerkte die dunkle Gestalt erst als sie bereits vor ihm stand. Für einen Augenblick erwartete er einen tödlichen grünen Strahl, welcher seine Pflicht beendete ehe er auf seinen Feind hätte feuern, seinen eigenen Tod hätte rächen können.

Doch kein grünes Licht erhellte die Dunkelheit.

Zarachel spürte Schwindel und eine Übelkeit. Anzeichen für eine Gehirnerschütterung. Und ein Grund warum er weder das Nahen noch die Identität der Gestalt vor ihm nicht sogleich erkannt hatte. Der Astartes trug eine schwarze Servorüstung welche zum größten Teil von einem Umhang verhüllt wurde. Was von der Rüstung zu erkennen war verriet ihr Alter. Eine Reliquie aus einer Zeit noch vor der Gründung seines eigenen Ordens. Wertvoller noch als was ihm von seiner Wachturm anvertraut hatte. Die unter dem Umhang hervorschauende Klinge eines meisterhaft gearbeiteten Energieschwertes bestätigte den Wert der Ausrüstung. Dies musste ein Wachbruder aus einem anderen Wachteam sein.

„Eine interessante Lage in welcher wir aufeinandertreffen, Bruder Astartes.“

Die Stimme des fremden Astartes klang rau, getränkt von der Bitterkeit eines Veteranen welcher mehr seiner Brüder hatte sterben sehen als es ein treuer Diener des Imperators durchleben sollte. Er streckte Zarachel seine Rechte entgegen und half ihm sich gegen ein Mauerstück zu lehnen. Seine Waffe nie aus der Hand legend stützte der verhüllte Astartes den Lamenters, welcher trotz der Injektionen seiner Rüstung sichtlich unter den Folgen seiner Verletzungen litt.

Zarachels Blick fiel auf die rechte Schulterpanzerung des fremden Astartes. Schwarz, ohne jede Insignie. Ein Black Shield. Ein Bruder Astartes aus einem entehrten Ordens welcher Sühne im Dienste der Deathwatch suchte. So wie einst sein eigener Orden, ehe sie ihre Ehre wiederherstellten im Kampf gegen die Bedrohung der Tyraniden.

Zarachel nickte dem anderen Astartes zu.
„Ihr seid auf der Suche nach Vergebung für euren Orden.“

Der andere Astartes versteifte sich und starrte Zarachel an.

„Vergebt mir. Ich weiß, dass es mir nicht ansteht einen Black Shield auf seine Herkunft oder Schande anzusprechen.“
Er beugte sein Haupt um seiner Reue Ausdruck zu verleihen.

„Analysiere den Feind und erkennt auf welche Weise ihr die größte Effizienz erreicht. Watchmaster Quintius wird nicht müde uns die Weisheiten des Codex nahe zu bringen. Ich habe sie wohl zu sehr verinnerlicht. Eines Ultramarines würdig, wie es Wachbruder Jonus zu sagen pflegt.“

„Ihr seid ungewöhnlich vertraulich und offen, Bruder Astartes.“
In der Rauheit der Stimme war bitterer Schmerz zu erkennen. Zarachel erwiderte ihm so hoffnungsvoll wie er im Stande war.

„Zarachel. Eines Salamanders würdig. Ebenfalls von Wachbruder Jonus. Welcher weit besser ist die Stimmung aufzuhellen als ich selbst es bin, das versichere ich euch.“

Die Kapuze des Umhangs verrutschte und enthüllte mehr vom Helm seines Trägers. Zarachel erkannte die Ikonographie eines geflügelten Schwerts, das Symbol der Dark Angels. Diesmal behielt er seine Beobachtung jedoch für sich und respektierte das Recht seines Gegenübers über seine Herkunft zu schweigen. Auch wenn es ihn wunderte, dass ein Mitglied eines so ehrenvollen Ordens als Black Shield dienen würde. War es ein Nachfolgeorden der in Ungnade gefallen war? Oder eine persönliche Büße?

„Ich bin mir sicher, dass, wie auch immer der Grund für euren Müßiggang auch aussehen mag, ihr eure Ehre wiedererlagen werdet. Ich erkenne die Tugendhaftigkeit in Euch so wie ich sie in den Brüdern meines eigenen Ordens sah, welcher sich im Kreuzzug des Sühne selbst von der Verderbnis des Erzverräters rein wusch.“

Der Dark Angel sah den Lamenters in dessen von einer erneuten Welle von Scherz und Übelkeit verzerrtes Gesicht. Nach einem kurzen Zögern griff er unter seinen Umhang und reichte dem verwundeten Deathwatch Veteranen etwas.

„Ich danke euch für eure Worte. Nehmt dies als Zeichen meiner Dankbarkeit. Dies enthält die Informationen welche ihr gekommen seid zu holen.“

Zacharel nahm sprachlos die Datentafel entgegen. Ehe er etwas erwidern konnte hatte sich der geheimnisvolle Astartes bereits von ihm abgewandt.

„Ich muss euch nun verlassen. Eure Brüder werden bald hier sein. Lebt wohl.“

Damit war er verschwunden.

Der geheimnisvolle Astartes hatte kein Geräusch gemacht als er in der Dunkelheit verschwand. Wie konnte das sein? Dann fiel Zarachel auf, dass auch die Kampfgeräusche verschwunden waren. Waren es seine Ohren die ihn hier verrieten?
Nein. Ein Knistern aus der Richtung seines Helms und der Lärm von bewegten Trümmern bewiesen, dass er sein Gehör nicht verloren hatte.



Bald darauf war Zarachel mit seinen Wachbrüdern wiedervereint. Seinem Positionssignal folgend hatten sie ihn lokalisieren können. Mit der Verstärkung des zweiten Wachteams waren die Necrons zurückgeschlagen worden. Nach einer ersten Versorgung durch einen Apotecarius wurde Zarachel nun mit einem Corvus Blackstar zusammen mit anderen Wachbrüdern und der Datentafel aus der Wachstation abtransportiert. Seine Geschichte wie er an die Datentafel gelangt war löste allerdings mehr als nur Überraschung bei den restlichen Deathwatch aus.

„Ich sage euch, es muss einer eurer Wachbrüder gewesen sein. Ein Black Shield. In einer reliquialen Rüstung mit Ikonographie nicht ungleich eurer, Dark Angel Wachbruder.“

Der Dark Angel, ein Astartes des kürzlich eingetroffenen Wachteams, war bleicher als das Pergament seines Augenblickschwurs. Sein Wachsergeant schüttelte langsam den Kopf.
„Wachbruder, was ihr sprecht ist nicht möglich. Izekel ist der einzige Dark Angel unseres Wachturms und auch keines der Nachfolgeorden der Dark Angels ist in unseren Reihen. Der letzte Black Shield unseres Wachturms starb vor Dekaden im Kampf gegen den Erzfeind.“

Zarachels Gesicht wurde ebenso blass wie das Antlitz des Dark Angels. Welcher jetzt mit heißerem Flüstern sprach.

„Beim Geiste des Löwen.. Was ihr auf dieser Welt gesehen habt ist ein Geist, Wachbruder. Ein Geist aus düsterer Vergangenheit.“

„Das Glück eines Lamenters.“

Zarachel spürte Jonus Hand auf seiner Schulter, doch dieses Mal munterten ihn die Worte seines Freundes nicht auf.
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Für diejenigen welche sich fragen "was hat die Geschichte jetzt mit dem Event-Thema zu tun?"... da habt ihr nicht aufmerksam genug gelesen. :P

Tatsächlich gibt es ein halbes Dutzend Gründe warum die Geschichte mit Ursprüngen zu tun hat.
Ein relativ leicht zu erkennender ist der Ursprung der schicksalhaften Zufälle welche Zarachel treffen. Nicht ohne Grund ist "Das Glück eines Lamenters" im Titel und direkt in der Story enthalten. ;)
Allgemein hatte ich eigentlich augenblicklich die Deathwatch vor Augen als ich das Thema gelesen habe. Immerhin hat jedes Mitglied eines Teams einen sehr individuellen Ursprung in einem anderen Orden.

Schwer als Leser zu erkennen, aber für mich einer der wichtigsten Gründe warum ich diese Geschichte geschrieben habe, ist die mehrfach auslegbare Wendung, welche gleich mehrere "Ursprünge" enthält.
Der Ursprung des geheimnisvollen "Blackshields", der Ursprung der Reaktion Wachbrüder auf ihn und sogar der Ursprung der Mission selbst. Alles ist irgendwie miteinander verworren und man sollte den ein oder anderen Hinweis bei aufmerksamen lesen finden was sich tatsächlich hinter allem verbirgt.

Natürlich hat auch der Titel eine tiefere Bedeutung und enthält Hinweise auf die verborgenen Geheimnisse.





PS:
Falls jemandem eine Ähnlichkeit zu einem bestimmten Genre (welches man für gewöhnlich nicht bei 40k-Literatur findet) oder womöglich sogar einem bestimmten Author erkennt... das würde mich ziemlich erfreuen. :thumbsup:
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2

07.07.2018, 10:59

Also mir hat die Geschichte gefallen.
Ich hoffe du schreibst daran weiter und lässt uns hier daran teil haben ;)
"One unbreakable shield against the coming darkness,
One last blade forged in defiance of fate,
Let them be my legacy to the galaxy I conquered,
And my final gift to the species I failed."

— Inscription upon the Arcus Daemonica, attributed to the Emperor of Mankind



In der Kampagne "Krieg um Smarhon" erhaltene Orden:


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3

07.07.2018, 11:37

Ich muss sagen. Mir gefällt die ungekürzte Fassung besser als die gekürzte. Die ist jetzt auch nicht soooo lang, dass man keine Lust hätte, sie hier zu lesen.
Mir hat sie im Gesamten auch sehr gut gefallen. Die Zeitsprünge durch Bewusstlosigkeit etc. sind gut und sehr schön erkennbar. Auch die Mystik des "Besuchers" ist schön. Als Leser dachte ich sofort an Cypher, weil es der bekannteste Gefallene ist, der frei rum läuft. Sehr schön finde ich aber, dass man da sehr schön im Unklaren gelassen wird, da es Jeder sein könnte.
Frage für mich ist: Wie sehr würde ein DA auch in der DW über die "Geister" sprechen? Würde er wirklich blass und würde er bei der DW bleiben. Fragen, die unbeantwortet sind, aber das ist gut so. Ist ja einen Moment Aufnahme.
Hast du sehr schön geschrieben. Den Ursprung dahinter sehe ich als Leser in dem Gefallenen, denn es ist eine Anspielung auf die Mystik und das, womit es begann. Alleine die Erwähnung der Reliquie aus alter Zeit (die Rüstung) lässt mich da an den Ursprung der Gefallenen DA denken.
Schreib bitte weiter solche Sachen. :thumbsup:
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Robal

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4

08.07.2018, 13:39

Freut mich, dass sie gefällt.
Insbesondere weil die bisherigen Meinungsäußerungen mir Rückmeldung darüber geben in wie weit es so weit verständlich geschrieben war, dass die Andeutungen auch wirklich angekommen sind. Wenn ich einen Dark Angels Fan begeistern kann wird es nicht ganz verkehrt gewesen sein was ich da zusammengetippt habe. Wenn sich jetzt noch ein Lamenters und ein Deathwatch Fan positiv äußert bin ich wirklich zufrieden. :D

Wer sich die Mühe machen will wird beim lesen beider Versionen auch merken, dass manche Aspekte ganz andere Bedeutung annehmen in den beiden Fassungen. Gerade die Anspielung auf "Geister" nimmt durch die Aussage des Wachsergeants (zumindest für diejenigen welche nichts von den Gefallenen wissen) ganz andere Bedeutung an. Was ich hier ggf hätte besser machen können ist die Reaktion der anderen Mitglieder etwas besser herausstellen um zu zeigen, dass sie alle von dem Zwischenfall aufgewühlt sind und der Dark Angel nicht der einzige ist welcher beunruhigt reagiert. Dass ein unidentifizierter Astartes aus dem Nichts auftaucht und wieder verschwindet ist nicht gerade alltäglich möchte man meinen.



Falls sich ein paar interessierte Leser finden könnte "Ursprung" hier eventuell auch bedeuten, dass dies quasi der Prolog für eine fortgesetzte Geschichte wird. ;)
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5

08.07.2018, 15:35

Also ich fände eine Fortsetzung schon sehr cool. Ich mag nämlich die Gefallenen und ihre Mystik, die sie umgibt und die Auswirkungen, die eine Sichtung haben kann.
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