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Stahl-Opa

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22.12.2019, 17:21

Ysraal-Kampagne

Hallo miteinander.

Ich plane für 2020, mit ein paar Freunden eine Kampagne zu spielen. Also ganz ruhig im Sinne von B&B. Da unser Black Templar jedoch erst gegen April dabei ist, gibts nun einfach ein paar kleine Prolog-Schlachten. Ziel wäre, ein Match pro Monat hinzubekommen, aber mal schauen, wies dann kommt.

Wir spielen nach der 5. Edition und Hausregeln, die vor allem auf strenges WYSIWYG ausgelegt sind (und z.B. dadurch ein paar alternative Ausrüstungsoptionen zulässt).

Der erste Kampf ist am 27.12.19 geplant - 540 Punkte, Imperium vs. Chaos Space Marines + Verlorene & Verdammte.
Der Schlachtbericht kommt als Fanfic mit hoffentlich ein paar schönen Bildern (Leider No. von angemalten Figuren <10% :( ). Das ganze braucht aber halt Zeit, also kanns auch mal ein-zwei Wochen länger gehen, bis der Post steht.
Aber nun zur ersten Schlacht!

Armeeliste
Spoiler
Ich halte mich kurz. Da die wenigstens noch 5. Edition spielen werden, ist die genaue Truppqualität wohl auch net so wichtig ;)

Ysraal VI PVS:

HQ
- Kompaniekommando, 2x Laserpistolen, 1x Boltpistole, 1x Flammenwerde, 1x Melter - 87 Pkt.

Standard
- Infanteriezug
--Kommando Zug, 1x Energiewaffe/Plasmapistole, 2x Lasergewehr, 1x Melter, 1x Plasmawerfer - 95 Pkt.
--Infanterietrupp, 1x Laserpistole, 8x Lasergewehr, 1x Plasmawerfer - 70 Pkt.
--Infanterietrupp, 1x Laserpistole, 8x Lasergewehr, 1x Granatwerfer - 60 Pkt.

- Infanteriezug
--Kommando Zug, 3x Laserpistole, 1x Flammenwerfer, 1x Schwerer Flammenwerfer - 95 Pkt.
--Infanterietrupp, 1x Laserpistole, 8x Lasergewehr, 1x Flammenwerfer - 60 Pkt.
--Infanterietrupp, 1x Laserpistole, 8x Lasergewehr, 1x Granatwerfer - 60 Pkt.

Nachtschleicher + Verlorene & Verdammte

HQ
- Rogue Psyker, 1x Laserpistole - 60 Pkt.

Standard
- Verräter, 3x Autopistole, 3x Lasergewehr, 1x Flammenwerfer - 69 Pkt.
- Kultisten, 5x Autopistole, 1x Schrotflinte, 4x Sturmgewehr, 1x Maschinengewehr - 61 Pkt.
- Kultisten, 5x Autopistole, 4x Sturmgewehr, 1x Flammenwerfer - 59 Pkt.
- Chaos Space Marines
--CSM Trupp, 1x Energiefaust/Plasmapistole, 8x Bolter, 1x Melter, 1x Plasmawerfer - 240 Pkt.
--Chaos Rhino, 2x synch. Bolter - 45 Pkt.
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Prolog
Spoiler


Abel Vargas blickte zu der verheerten Wachstation. Schwarze Rauchsäulen schossen aus dem brennenden Gebäude und hin und wieder hörte man krachende Explosionen, wenn das Feuer brennbares Material erfasste.

Die schwächliche Wachmänner wurden schnell durch die fanatischen Chaosanhänger überwunden, und dass darauffolgende Massaker erfüllte Vargas mit Stolz. Die Kultisten, die ihm folgten, waren ein gutes Werkzeug. Er und seine Brüder konnten bisher unerkannt bleiben und den Aufstand aus den Schatten koordinieren – und solange ihre Anwesenheit nicht bemerkt werden würde, würde sich Gouverneur Tibris davor hüten, Verstärkungen anzufordern.

Der Gouverneur rechnete damit, dass die PVS ausreichen würde, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Jede Anfrage an das Adeptus Administratum oder die Space Marines, hätte unangenehme Fragen zur Folge gehabt: War Tibris unfähig, die Aufständischen zu bekämpfen? Wieso konnte es soweit kommen, dass Chaoskultisten einen offenen Aufstand führten?

Vargas wusste nicht, wieso diese Welt so wichtig war. Ysraal VI lag im abgelegenen Ricknah Sektor und verfügte über starke Verteidigungskräfte, hatte jedoch, abgesehen von einigen Promethiumraffinerien, kaum wichtige Ressourcen. Ein strategischer Alptraum, ein vergleichsweise harter Kampf ohne sichtbaren Nutzen. Und doch, der Ordensmeister der Nachtschleicher hat sie persönlich hier hin gesendet, um den planetaren Gouverneur zu stürzen. Lord Kanra, ein stiller, in sich gekehrter Hexer, führte die kleine Truppe und liess ebenso wenig durchblicken, was genau ihr Ziel war.

Nach ihrer Ankunft vor drei Jahren begannen die Nachtschleicher, die Autorität des Imperiums zu untergraben. Durch exakt durchgeführte Überfälle, bei dem sie keinerlei Spuren hinterliessen, fingen immer mehr Menschen daran zu zweifeln, dass Tibris sie schützen konnte. Die Nachtschleicher folgten ihrem traditionellen Muster und attackierten aussschliesslich weiche Ziele – Zivilisten, Transportkonvois, Behörden. Kanra war dabei eine unschätzbare Unterstützung und verwischte ihre puren mit der Macht des Warps, während er gleichzeitig die Saat des Zweifels streute und so die ersten Chaoskulte ins Leben rief.

Der Hexer hatte vor wenigen Tagen entschieden, dass die Zeit gekommen war, Ysraal in einem Flammenmeer untergehen zu lassen. So lange es ging, würden die Nachtschleicher noch in der Dunkelheit lauern, aber die imperialen Truppen würden wohl früher oder später ihre Anwesenheit bemerken. Die örtlichen Polizeieinheiten, konnten die blutrünstigen, dem Wahnsinn verfallenen Kultisten noch ohne Probleme ausschalten. Bei einem zu erwartenden Gegenangriff der PVS, würden Vargas‘ Männer aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eingreifen müssen, damit der Aufstand nicht gleich im Keim erstickt werden würde.

Während der Chaos Space Marine sich still seine Gedanken machte, schweifte sein Blick über den zerstörten Bezirk. Die Anhänger des Chaos hatten vollständig die Kontrolle übernommen. Vargas führte einen von drei Kulten, die gleichzeitig gegen die lokalen Behörden vorgingen. Sein Bruder Irakash führte einen weiteren und Lord Kanra befehligte den dritten und grössten Kult, welcher das Zentrum der abgelegenen Stadt Merohavim besetzen sollte. Die verrückten Anhänger des ursprünglichen Bösen liessen ihrem Wahnsinn freien Lauf. Auf dem grossen Platz, nur wenige Dutzend Meter von Vargas‘ Position, versammelten die Kultisten alle Bewohner, die sie aufgreifen konnten und stellten sie vor die Wahl: Entweder, sie schworen ab vom Leichenimperator, oder sie würden auf der Stelle hingerichtet. Die ersten der Imperialen hielten noch an ihrem Glaube fest, doch nachdem die Kultisten sie wortwörtlich in Stücke gehauen hatten und ihre Gedärme als groteske Girlanden zur Verschönerung des Stadtbildes über die Strassenleuchten hingen, nahm der Wiederstand zunehmend ab.

Um sich der neu gewonnenen Anhänger Loyalität sicher zu sein, durften diese sogleich die Schlachtung ihrer vormaligen Mitbürgern übernehmen. Wer seinen Geist wirklich dem Chaos öffnete, übernahm das Gemetzel mit Freuden. Es spielte keine Rolle mehr – Freunde, Familie, Bekannte – wer sich nicht dem ursprünglichen Bösen anschloss, wurde rücksichtslos massakriert. Männer zerstückelten ihre Frauen, Mütter ihre Kinder. Chaos – absolutes, ungeteiltes Chaos.

Durch die Intensität der Barbarei wurden vereinzelte, besonders psychopathische Kultisten, von der Energie des Warp übermannt und verwandelten sich in zuckende, sich verzerrende und verkrümmende Wesen, welche absurd schreckliche und schön zugleich schienen, ehe sie wütend auf die Umstehenden losgingen, die die Chaosbestien dann mit ungezieltem, wildem Gewehrfeuer niederstreckten.

Über das Vox-System der Servorüstung meldete sich knackend Irakash, mit ruhiger, wisperten Stimme.
»Abel. Kanra hat mich soeben Kontaktiert. Merohavim ist fest in unserer Hand. Tibris hat eine Kompanie der PVS zu dieser Position beordert.«

»Sollen sie kommen. Wir warten – sollten unsere schwächlichen Freunde versagen, werden wir sie die Macht von Cthonis Ultra spüren lassen!«.
Im Kampf gegen Astartes würde Abel Vargas auf längere Gespräche verzichten, da sie eventuell abgehört werden könnten. Aber gegen einfache Soldaten hatten sie nichts zu befürchten. So antwortete Irakash dann auch prompt.

»Ja, Cthonis Ultra, das Juwel der Dunkelheit. Wir waren schon zulange fort, Abel. Lass uns diesen Kampf zu Ende bringen, um erneut durch die Finsternis unserer Heimat zu schreiten… Bruder, Lord Kanra sagte, die PVS wird seinen Bezirk frontal westwärts angreifen – das heisst, Du deckst die nördliche Flanke. Sobald das Gefecht begonnen hat, will Kanra, dass Du mit einem schnellen Angriff in die Flanke der Imperialen vorstösst. Das müsste ihren Gegenangriff sofort zum halten bringen – und mit etwas Glück, können wir die gesamte Kompanie einkesselt und niedermachen.«

»Gut, Bruder. Melde Du Kanra, dass ich bereit stehen werde. Lass uns an den Eingeweiden dieser Leichenanbeter laben. Für das Chaos!«
Ohne zu antworten, beendete Irakash die Voxübertragung. Vargas wusste, dass Irakash genauso voller Vorfreude auf das kommende Massaker war, wie er selbst. Doch ähnlich Lord Kanra, war Irakash eher zurückhaltend und ruhig. In den drei Jahren auf Ysraal VI, lernte Vargas, Irakash zu schätzen, denn er war ein effizienter Killer und ein zuverlässiger Marine. In der vergangenen Zeit, entwickelte sich eine Art Freundschaft zwischen Irakash und Vargas, denn beide hatten ein eher ruhiges Gemüt und hielten fest an Werten wie Disziplin und Gehorsam. Für viele Chaos Space Marines wurde die unermessliche Freiheit und die Macht, welche der Warp verlieh, zum Verhängnis. Sie folgten dann nicht mehr dem Chaos, sie verfielen ihm. Entweder wurden sie zu sabbernden, brutalen Berserker, wie die geifernden Kultisten, die die Nachtschleicher hier anführten. Oder der Ehrgeiz bringt sie dazu, alle und jeden zu verraten, nur um noch mehr Macht zu erlangen. Auch bei den Nachtschleichern gab es solche, doch Abel Vargas und Irakash Sarkh waren beide keine dieser Sorte. Vargas wusste nicht, ob es vielleicht auch sie früher oder später treffen würde, doch momentan begnügten sie sich, ihrem Ordensmeister zu folgen, um gegen die Lügen des Leichenimperators zu kämpfen. Wüssten die Menschen, welche wahrhafte Macht dem Warp innewohnt, würden sie wohl kaum einen verrottenden Leichnam anbeten.

Die Zeit war gekommen, sich auf die annähernde PVS vorzubereiten. Vargas aktivierte die Energiezufuhr seiner Energiefaust, und zertrümmerte einen bronzenen Aquila, der an der Gebäudewand gleich neben ihm abgebracht worden war, bevor er den blutgetränkten Platz verliess, um seinen Kriegertrupp in Bereitschaft zu setzen. Es war soweit, den Imperator herauszufordern.
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Schlachtbericht No. I - Runde 1
Spoiler



Obwohl der Himmel durch graue Wolken und pechschwarze Rauchschwaden soweit verfinstert war, dass kaum mehr Sonnenlicht zur Erde drang, leuchtete der Horizont rot-pulsierend, als ob heisses Magma immer wieder über die Dächer Merohavims schoss. Der Soldaten der PVS war klar, was dieses unheimliche und verzaubernde Lichterspiel zu bedeutend hatte. Merohavim stand in Flammen.
Eine Terrorgruppierung hatte sich gegen den Gottimperator gewandt und huldigte nun irgendwelchen falschen Götzen. Pure Häresie, ein trauriges Ereignis, welches so schnell wie möglich gesühnt werden musste.

Jeder der Männer wusste, was zu tun war: Merohavim musste zurückerobert, und jeder einzelne Ketzer hingerichtet werden.

Leutnant Grimmstein hatte ein ungutes Gefühl. In den Mitteilungen der planetaren Regierung war die Rede von einer kleinen Gruppierung oder Sekte, die vom einzig wahren Glauben abgefallen war, doch wieso wurden dann gleich mehrere Kompanien der PVS mobilisiert? Wieso erhielt er keinerlei Informationen über den Einsatz? Was verschwiegen seine Vorgesetzten? Ausserdem, wie konnte es einer ‚kleinen Sekte‘ gelingen, eine ganze Stadt unter ihre Kontrolle zu bringen?

Unschlüssig, was er von der Situation halten sollte, musterte Grimmstein seine Umgebung. Die Einheit, der sein Infanteriezug angehörte, befand sich inzwischen am äussersten Rand der Siedlung, welche im nördlichen Dschungel Ysraals lag. Ausgebrannte Ruinen und zerstörte Gebäude zeugten von heftigen Kämpfen. Ausserhalb der verwüsteten Strassenzüge lag der dichte Dschungel, der nur von einigen wenigen Felsformationen durchbrochen wurde.

Etwas Schreckliches musste passiert sein. Um eine solche Zerstörung herbeizuführen, wurden schwerere Waffen benötigt, als ein paar Häretiker hätten aufreiben können. Was ging hier vor sich?

Plötzlich erreichte knackte das Funkgerät, welches der Funker seines Kommandotrupps auf dem Rücken trug. Ihr Kompaniekommandant war nur wenige Dutzend Meter weiter vorne, und führe die Gefechtskolonne von der Mitte der Einheit. Aufgrund dessen war der knappe Befehl des Hauptmanns klar und deutlich zu hören.

»Feindkontakt in nördlicher Richtung. Alle Einheiten, bis Sichtkontakt vorrücken. Los, Los, LOS!«
Nun war es also soweit. Nun würden sie den Feind zu Gesicht bekommen. Grimmstein hatte seine Befehle, und es stand ihm nicht zu, diese in Frage zu stellen. Doch war er ganz und gar nicht einverstanden – Vorrücken? In das dichte Dschungelgelände? Anstatt dass sich ihre Einheit in den Ruinen des Stadtrands eingrub, schicke der Hauptmann alle Soldaten blind in das unübersichtliche Gelände und überliess somit dem Feind die Initiative?

Nichtsdestotrotz war es ihre verdammte Pflicht, für den Imperator zu kämpfen und falls notwendig zu sterben. Erfüllt vom Geist des Martyriums und der Entschlossenheit, jeden ketzerischen Feind hinwegzufegen, wies Grimmstein seinen Funker an, auf die Frequenz der Infanterietrupps zu wechseln und gab den Befehl weiter.

»Die Verräter wurden entdeckt. Nördliche Richtung. Alle Mann, zur Dschungelgrenze vorrücken. Los! Los! Los!«

»Trupp Eins verstanden. Wir rücken vor. Nördliche Richtung. Für den Imperator!«, kam die Antwort in Bruchteilen einer Sekunde zurück. Die Männer waren mehr als bereit, ihre Pflicht gegenüber dem Imperator zu erfüllen. Sogleich der erste Trupp den Befehl bestätigt hatte, meldete sich auch der andere, seinem Kommando unterstellten Trupp.

»Trupp Zwei. In nördliche Richtung vorstossen. Vernichtet alle ketzerischen Hunde! Ende.«
Weiter westlich seiner Position, erblickte Grimmstein die Infanterietrupps des ersten Zuges, die ebenfalls in die Richtung der Waldgrenzte losstürmten. Es waren erfahrene Männer, die über neueste Ausrüstung verfügten. Der Leutnant des ersten Zuges hatte mehrere Männer mit Meltern und Plasmawaffen unter seinem Befehl, die selbst stählerne Befestigungen einreissen könnten, sollten sich die Rebellen verschanzt haben.
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Schlachtbericht No. I - Runde 2
Spoiler



Die imperialen Soldaten erreichten den Dschungel in Rekordzeit. Die Geschwindigkeit des Verstosses erinnerte Grimmstein an die Geschichten über die heldenhaften Angriffe der Astarteskrieger; ohne Angst vor dem Tod, mit unermesslicher Ausdauer auf den Feind zustürmend. Es erfüllte ihn mit Stolz, solch tapfere Männer unter seinem Kommando zu haben. Hoffentlich trog ihn sein ungutes Gefühl, und er konnte alle seine Jungs lebend nach Hause bringen.

Unverhofft vernahm der Leutnant ein ratterndes Grollen, als plötzlich ein gepanzertes Fahrzeug aus dem Dschungel vorpreschte. Die Panzerplatten waren in einem stumpfen, weiss-gräulichen Farbton gehalten, wobei ein geisterhaftes Lila gegen die Aussenkanten hin, dem Fahrzeug ein unwirkliches, schemenhaftes Aussehen verliess. Auf dem gepanzerten Dach fand sich eine groteske Galerie des Schreckens. Enthauptete Körper, Gedärme und Leichenteile waren chaotisch auf langen Messingpfählen aufgespiesst – ein klares Zeichen, dass es sich wohl kaum um Verbündete handelte.

»Feind voraus! Gefechtslinie bilden!«, brüllte Grimmsein, als ein ganzes Stück weiter westlich eine Salve schweres Maschinengewehrfeuer auf einen Infanterietrupp des erste Zuges niederprasselte.

Die überraschten Soldaten, welche die Situation noch nicht wirklich erfassen konnten, warfen sich verzweifelt zu Boden, wodurch sie sich von dem schlimmsten retteten.
Kurz darauf öffneten sich die Panzertüren des massiven Fahrzeugs gleich voraus, und eine Horde furchteinflössende Häretiker sammelten sich nur wenige Meter vom ersten Trupp seines eigenen Zuges entfernt. Ohne zu zögern feuerten sie mit ihren Automatikwaffen einen Kugelhagel gegen Grimmsteins Männer, doch gerade rechtzeitig, um grössere Verluste zu vermeiden, warfen sich diese gegen Bäume, Wurzeln und Steine. Die allermeisten der Projektile schlugen im Dickicht des Dschungelgeländes ein und verfehlten ihre todbringende Wirkung.

Grimmstein versuchte, sich einen Überblick zu schaffen, doch durch den schnellen Vorstoss Sekunden zuvor, waren die Soldaten der PVS hilflos in die Feuerlinie der Rebellen gestürzt. Das Panzerfahrzeug war ein grösseres Problem, waren die ganzen schweren Waffen doch im ersten Zug konzentriert, der aufgrund der Distanz unmöglich Feuerunterstützung geben konnte. Um Druck auf den Feind auszuüben, entschied der Leutnant, den zweiten Infanterietrupp seines Zuges schnell vorwärts zu bewegen, und den ausgebooteten Rebellentrupp zu Flankieren. Bevor er jedoch die entsprechenden Befehle erteilen konnte, wurde er Zeuge eines unglaublichen Schreckens.

Als ob sich die absurden Kräfte eines höllischen Paralleluniversums manifestieren würden, zuckten fast ein Dutzend schimmernde Energieblitze gegen den Kommandotrupp des ersten Zuges. Im ersten Moment geschockt, als die unnatürliche Macht auf seine Kameraden niederprasselte, erkannte er erleichtert, dass nur ein einziger der Veteranen leblos zu Boden glitt. Er sprach ein kurzes Dankgebet an den heiligen Imperator – Leutnant von Lach, ein altgedienter Soldat, der bereits mehrere Male ausserhalb von Ysraal diente, war ein guter Offizier und treuer Freund. Sein Verlust würde Grimmstein hart treffen. Ausserdem mussten die Veteranen des ersten Zuges, ausgerüstet mit Meltern und Plasmawaffen, diesen verdammten Panzer ausschalten!

Doch was war dies für verfluchte Hexerei? War es der Imperator selbst, der ihnen zürnte? Was sonst hätte die Macht, solche unmenschliche Energieblitze aus dem nichts zu erschaffen?
Gerade als Grimmstein das Kommando zur Flankenbewegung geben wollte, erlebte er die bestialische Grausamkeit des Krieges aus erster Hand. Kurz nach dem Einschlag der unheimlichen Zauberkraft, folgte ein verheerender Feuerhagel. Eine grosse Menge Raketenprojektile jagten wie Boten des Todes gegen von Lachs Kommandotrupp. Schädel platzten und verstreuten Hirnmasse und Blut gleichermassen über den feuchten Waldboden. Gliedmassen wurden abgerissen und die Körper der Veteranen sprichwörtlich durchlöchert. Die Armeplast-Rüstungen wurden einfach pulverisiert. Nur Sekunden später, war von Lachs Trupp ausgelöscht. Es würde wohl nicht einmal genug von den Unglücklichen übrig sein, um sie zu identifizieren. Was waren das für Waffen, die eine solche Wirkung zeigten? Wer waren ihre Gegner?

Erstarrt vor Schreck, gelang es Grimmstein trotz allem, seinem zweiten Infanterietrupp den Befehl zu geben, vorzurücken und die Flanke des Feindes zu bedrohen. Der Regimentskommandeur bewegte seinen Kommandotrupp nach Westen, um den in Bedrängnis geratenen ersten Zug zu unterstützen. Auf der Befehlsfrequenz vernahm Grimmstein, wie sein Kommandant dem ersten Infanterietrupp, der noch immer in Deckung am Boden lag, Befehle zubrüllte. Durch seine Erfahrung und Autorität gelang es dem Hauptmann, den Trupp zu sammeln und ein geordnetes, mehrgliedriges Feuer anzuordnen. Leutnant Grimmstein sah nicht, was das Ziel war, da es sich hinter dichten Dschungel-Dickicht befand, doch schien, dass das Lasergewehrfeuer auf die Schützen, welche von Lach niedermähten, gezielt war. Was er nicht wusste – nicht wissen konnte – war, dass die nervösen Infanteristen einen Grossteil der Schüsse verfehlten, und der Rest der Salve komplett von der Rüstung des Gegners abgefangen wurde.

Inspiriert davon, wie der Regimentskommandeur trotz der bereits äusserst verzweifelten Lage stoisch die Kontrolle behielt, befahl Grimmstein seinem ersten Infanterietrupp ebenfalls ein mehrgliedriges Feuer auf den Rebellentrupp gleich voraus. Der Angriff seiner eigenen Mannen war erstaunlich erfolgreich; trotz der Deckung durch das Dschungeldickicht, wurde die Hälfte der gegnerischen Einheit niedergemacht. Die feigen Rebellen zogen sich Angesicht dieser schweren Verluste sofort zurück. Nur noch der Panzer stand im Weg, um dem ersten Zug zur Hilfe zu eilen.

Als ob der Regimentskommandant exakt denselben Schluss zog, feuerte einer der Veteranen dessen Kommandotrupps seinen Melter. Nur noch ganz knapp in der maximalen effektiven Reichweite, zuckte der glühende Hitzestrahl gegen die Frontpanzerung des Transportfahrzeuges, und schüttelte den Panzer gehörig durch. Trotzdem schien er keinen grösseren Schaden genommen zu haben.

Grimmsteins vorherige Zuversicht wandte sich in unergründliche Angst. Er wusste, dass der Imperator nur Sieg oder Tod akzeptierte. Aber er wollte nicht fallen – nicht hier, nicht gegen einen Gegner, von dem er weder Ziele noch Absicht kannte.
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Stahl-Opa« (27.01.2020, 20:07)


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27.01.2020, 20:09

Huch huch, da hab ich mir aber viel Arbeit aufgehalst.
Nachdem ich die letzten Wochen sowieso kaum Zeit hatte, zum Warhammern, zeigt sich nun, dass das ganze Schreiben doch massiv mehr Zeit benötigt, als Gedacht.

Daher hier nun Mal die ersten 2 Runden (edit in Eröffnungspost. weiter Runden kommen auch per Edit rein.).

Ich hoffe ich hab das ganze bis spätestens nächste Woche fertig... Aber mal schauen.

Hoffe es gefällt euch!


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27.01.2020, 21:55

Das habe ich ja ursprünglich gar nicht gesehen, was Du da vorhast ... Respekt! Ich finde Spielberichte an sich schon anstrengend zu schreiben - aber als Story ist nochmal ne ganz andere Hausnummer! Muss mir wohl mal Zeit nehmen, das aufmerksam zu lesen!
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28.01.2020, 18:31

Ja, ich hab mich wohl etwas übernommen. aber durchziehen will ichs trotzdem ;)
Halt eben einfach langsam und Stück für Stück :D

Hoffe es gefällt dann auch, was es zu lesen gibt :S
Schreibfehler und unlogischer Satzbau darf man gerne bei mir per PM melden, aufgrund Zeitmangels hab ich das nur ganz ganz grob bis gar nicht Korrekturgelesen, und als Schweizer gibts für mich doch noch die eine oder andere Rechtsschreibregel, die iwie nicht in meinen Kopf rein will... :thumbsup:


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